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Bereits Mitte 2008 hat sich durch die Initiative des Fördervereins und den Mitarbeitern des Bürgerzentrums der Integrationsbetrieb „Zentrum für Bildung, Kultur und Integration gGmbH“, besser bekannt unter dem Namen des Bistros bürger`z deutz, das sich im Erdgeschoss des Bürgerzentrums befindet, gegründet.

Das Bistro ist eines von derzeit sechs vom Landschaftsverband Rheinland anerkannten und geförderten „Integrationsbetrieben“ in Köln, d.h. dass bis zu 50% der Mitarbeiter schwerbehindert sind.  Das Ziel des Gesamtprojektes war der Aufbau und die Sicherung eines gastronomischen Integrationsunternehmens, wodurch innerhalb von 5 Jahren mindestens 14 neue Arbeitsplätze (davon Plätze für 7 Mitarbeiter mit Schwerbehinderung) entstehen sollten. Bereits bis Ende 2009 konnten insgesamt 15 neue Mitarbeiter in den Bereichen Küche, Service, Verwaltung und Hausmeisterei eingestellt werden. Neben Mitarbeitern mit unterschiedlichen Handicaps haben auch Personen aus Langzeitarbeitslosigkeit eine neue berufliche Perspektive entwickeln können.

Um dies zu erreichen hat das Unternehmen drei Betriebsfelder entwickelt und im Jahr 2009 kontinuierlich ausgebaut:

1) Modernes Integrationsbistro bürgerz deutz

Im Februar 2009 wurde der frühere Gastraum zu einem modernen und gemütlichen Bistro umgebaut. Seitdem genießen täglich zwischen 50 und 120 Gäste zur Mittagszeit unser Tagesmenü – Insbesondere unser Schnitzel- und Bratentag sind über unser Stadtteil hinaus bekannt!

Zudem bietet das Team des Bistros derzeit ca. einmal im Monat eine spezielle Abendgastronomie an – so fanden 2009 z.B. ein Gänseessen und ein Wildabend statt.

2) Gemeinschaftsverpflegung von Kindergärten und Schulen

In diesem Bereich ist aufgrund der riesigen Anfrage insbesondere von Kindertagesstätten ein enormer Anstieg zu verzeichnen. Von anfänglich 2 Kitas und 2 Schulen beliefern wir Ende 2009 bereits 12 Kindergärten und 2 Schulen in Deutz, Mülheim, Bilderstöckchen und in der Südstadt.

Die Anfrage nach unserer Kindergarten- und Schulverpflegung ist  so enorm, dass wir aufgrund der derzeitigen engen Räumlichkeiten leider momentan nicht mehr Kinder täglich versorgen können. Aus diesem Grund fiebern wir dem Umbau unserer jetzigen Küche entgegen, die voraussichtlich 2010 beendet werden kann. Geplant ist eine moderne Gastronomie-Küche, in der dann die tägliche Kapazität erhöht werden kann.

3.) Catering in- und außerhalb des Hauses für geschäftliche und private Anlässe aller Art

2009 wurde eine große Angebotspalette an unterschiedlichen Buffets für alle Anlässe erstellt und den jeweiligen Bedürfnissen der Kunden angepasst.

So fanden zahlreiche Geburtstagsbrunchs, Jubiläumsfeste und Weihnachtsfeiern in den Räumen des Bürgerzentrums statt. Zudem becaterten wir große Veranstaltungen der Stadt Köln und lieferten Canapees und Fingerfood an Preisverleihungen und Konferenzen.

Neben der Sicherung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit des Betriebes möchte das  Unternehmen insbesondere junge Menschen mit Behinderung bei der oft sehr schwierigen Entwicklung eines realistischen Berufsweges unterstützen. So wurden 2009 18 jungen Menschen durch ein intensiv angeleitetes Praktikum die Chance gegeben, die eigenen Fähigkeiten direkt im Berufsleben zu erproben. Zudem wurden ggf. individuelle Qualifizierungsmaßnahmen zur Förderung der fachspezifischen Fähigkeiten sowie der Schlüsselkompetenzen durchgeführt. Einige von ihnen sind inzwischen fest ins Team des Bürgerzentrums integriert oder konnten bei Kooperationsbetrieben Fuß im Berufsleben fassen.

Unser Ziel ist neben der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung auch im Freizeitbereich allen Gästen des Hauses die uneingeschränkte Teilhabe an den verschiedenen Angeboten des Hauses zu eröffnen. Die Stadt Köln hat zugesichert, das Bürgerzentrum zeitnah barrierefrei zu gestalten, so dass auch mobilitätseingeschränkte Personen die Räumlichkeiten der zweiten Etage und des Dachgeschosses nutzen können.

Unser alljährliches Circussommerprojekt konnte 2009 mit finanzieller Unterstützung der Kämpgen-Stiftung erstmalig auch integrativ durchgeführt werden. So konnten 110 Kinder, darunter 10 Kinder mit unterschiedlichen Handicaps, eine Woche zusammen spannende Ferienwoche erleben. Die Begeisterung der kleinen Artisten, gemeinsam an einer tollen Show zu arbeiten, war überall zu spüren.

Durch die Ausrichtung der Arbeit, die Beteiligung an integrativen Projekten im Stadtteil und die besondere Zusammenarbeit mit den Institutionen im Stadtteil wird deutlich, dass von dem Integrationsbetrieb eine deutliche Bereicherung für das Deutzer Gemeinwesens ausgeht, was von Beginn an zur Zielvorstellung des Betriebes gehörte.