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Circus als pädagogisches Medium entwickelt sich seit Jahren im Bürgerzentrum Deutz erfolgreich weiter!

Circuspädagogik bietet Menschen verschiedener Altersgruppen, Interessen und Voraussetzungen unterschiedliche Themen an. Von der sportlichen Herausforderung, Kooperationserfahrungen und Gruppenerlebnissen über darstellerische und künstlerische Aufgaben, Veranstaltungstechnik, Marketing bietet sie Jedem einen eigenen Aufforderungscharakter.

Allen unseren Angeboten gemeinsam ist, dass Circus uns als Mittel zu dem Zweck dient, dass die Kinder und Jugendlichen positive Gruppenerlebnisse erfahren, Neues ausprobieren, Fähigkeiten entdecken und weiter entwickeln, Spannung und Entspannung erleben und Freizeit gestalten.

So gestalteten sich im Bürgerzentrum die Circusangebote im Jahr 2009  wie folgt:

Die ManegenZwerge im Alter von vier bis sechs Jahren nähern sich mit dem Thema Circus über Musik, Tanz und Bewegung. Jeder Kurs endet mit einem Auftritt für die kleinen Artisten.

Als „Düxerellis“ trainieren 30 Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren in zwei Gruppen, um mit verschiedenen Schwerpunkten den jeweiligen Teilnehmern gerecht  werden zu können.

DaD: „Die aus Deutz“ sind zwischen 16 und 25 Jahre alt und repräsentieren den Jugend-Circus des Bürgerzentrums. Sie nehmen meist selbst Trainer-Aufgaben für Düxerellis oder „Zwerge“ wahr und arbeiten an ihrem eigenen Programm.

Als ehrenamtliche Circustrainer unterstützen Jugendliche die circuspädagogische Arbeit des Bürgerzentrums. Ohne sie wäre der Deutzer Circus-Sommer nicht realisierbar. Hier nehmen sie verantwortungsvolle Aufgaben wahr und sind ein wichtiger Teil des Teams. Auch das Training der  Düxerellis wird durch ihre Arbeit unterstützt und 2009 haben sie sich sogar in Srebrenica/Bosnien-Herzegowina engagiert.

Im Circus-Sommer werden 108 Kinder für eine Woche Artisten. Das ganztägige Projekt im Circus-Zelt ist ein intensives Erlebnis und wirkt besonders nachhaltig. 2009 wird der Circus-Sommer erstmalig integrativ, von den 108 Teilnehmern haben acht ein Handicap. Die zusätzlichen Betreuer gewährleisten allen Kindern eine tolle Erfahrung und eine erfolgreiche Show!! 

Das Kölner WinterVarieté findet 2009 zum 8. Mal statt. Zum ersten Mal allerdings ist das Bürgerzentrum Deutz alleiniger und verantwortlicher Kooperationspartner des Bürgerhauses Kalk. Unsere Artisten stellen das Programm zusammen, laden Gäste ein, bauen das Bühnenbild und gestalten Licht- und Tontechnik.

Die Circus-Arbeit erfordert von Artisten wie Teamern ein großes Maß an Flexibilität, Verbindlichkeit und die Bereitschaft, auch außerhalb der regulären Zeiten Engagement zu investieren.

Die Circusarbeit des Bürgerzentrums verändert sich stetig mit sich verändernden Gruppenzusammensetzungen und Freizeitfreiräumen. Wir sehen es in unserem pädagogischen Konzept als wichtiges Ziel an, den Kindern neben den persönlichkeitsbildenden Erfahrungen auch solche Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Zuverlässigkeit und das Einhalten von Regeln als Selbstverständnis zu vermitteln.

So sind wir als Bürgerzentrum Deutz ein verlässlicher Partner sowohl für unsere Artisten als auch für unsere Kooperationspartner, Auftritte für Letztere sind ein wichtiger Baustein unserer circuspädagogischen Arbeit und mit der SchälSick-Kindersitzung und dem Frühlingsfest der Kulturen im Bürgerhaus Kalk konnten wir in 2009 bei zwei neuen Veranstaltungen auftreten.

Das WinterVarieté und die Eröffnung des Deutzer Circus-Sommers sind die Highlights der jeweiligen Saison. Die professionellen Veranstaltungsorte bieten die optimale Bühne für eine attraktive Show und motivieren zu neuen Herausforderungen. Das Kennenlernen der anderen Künstler und ihres Programms ermöglicht den Artisten eine Auseinandersetzung auch mit ihrem eigenen künstlerischen Schaffen.

Aber auch die Auftritte bei Stadtteilfesten sind wesentlich für den Erfolg unserer Arbeit. Das Engagement der Kinder und Helfer wird im Stadtteil sichtbar und wahrgenommen, der Erfolg wirkt nachhaltig auf die Persönlichkeitsentwicklung der Beteiligten.

 

   

Das Zelt des Deutzer Circus-Sommers schlagen wir dank einer unkomplizierten Kooperation auf dem Schulhof der Realschule Im Hasental auf, vielen Dank an dieser Stelle dafür!!

„Deutzer Circus-Sommer“, das steht für ein Ferienerlebnis der besonderen Art: 108 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, 20 Jugendliche und die Mitarbeiter des Bürgerzentrums machen zusammen eine Woche Circus!

2009 bestand eine besondere Herausforderung darin, dass wir acht Kinder mit einem Handicap in das Projekt integriert haben. Dank einer Unterstützung der Kämpgen-Stiftung konnten wir ein Konzept umsetzen, das die Begleitung eines jeden Teilnehmers mit besonderem Betreuungsbedarf durch einen zusätzlichen Mitarbeiter vorsah.

Der Circus-Sommer beginnt für alle Mitarbeiter mit einem Teamer-Tag. Unser Team besteht hauptsächlich aus ehrenamtlich tätigen Jugendlichen, die in das Training und die Betreuung der Kinder mit einbezogen werden. Die Begleiter der behinderten Kinder schnuppern hier zum ersten Mal Circusluft.

Der Teamer-Tag lässt die Teamer unmittelbar die Erfahrung machen, bei denen wir die Kinder innerhalb der Woche begleiten werden: das Ausprobieren verschiedener, teils noch unbekannter Genres und das Erstellen einer Begrüßungs-Circus-Show für die Artisten des Circus-Sommers - so werden Teamgeist, Kreativität, Grenzerweiterungen, Spaß und Lampenfieber unmittelbar erlebbar und dienen als Erfahrungsschatz in der Arbeit mit den Kindern.

Darüber hinaus klären wir hier über die Besonderheiten unserer behinderten Teilnehmer auf: welche Krankheitsbilder sind im Projekt anzutreffen? Welche Aufgaben gehen damit einher? Was heißt das für jeden einzelnen?

Der Circus-Sommer steht nicht alleine für das Projekt der teilnehmenden Artisten. Für unsere ehrenamtlichen Jugendlichen ist das Projekt eine ideale Chance, sich zu engagieren, Verantwortung wahr zu nehmen, Erfahrungen weiter zu geben und ernst genommen zu werden, sprich, ein idealer Meilenstein auf dem Weg zum Erwachsen werden.

Darüber hinaus steht das professionell ausgestattete Circuszelt des Circus Zappzarap den Circusgruppen des Bürgerzentrums als Spielstätte für einen erfolgreichen Saisonabschluss zur Verfügung und unterstützt so unsere kontinuierliche circuspädagogische Arbeit.

Zunächst heißt es aber erst einmal, dieses Zelt aufzubauen, und so erscheinen Sonntags morgens um 8.00 Uhr (!) alle Teamer zum gemeinsamen Hammerschwingen. Nach 7 Stunden, in denen 50 Zeltanker, 2400 kg Stahl und 467 qm Zeltplane, 50 Meter Starkstromkabel für 18 Scheinwerfer, Sitztribüne, Manege, Tontechnik und das Düxerelli-Schild über dem Sattelgang transportiert und aufgebaut werden, steht pünktlich um 16.00 Uhr das Zelt und die Manege ist frei für die Artisten des Circus Düxerelli, der MangegenZwerge und DaD! Diese feiern mit der Vorstellung ihres aktuellen Programms im voll besetzen Circuszelt das Ende einer erfolgreichen Saison. Zu dieser Vorstellung sind auch die Artisten des Deutzer Circus-Sommers als Zuschauer eingeladen.

Für diese beginnt dann am Montag das eigene Training zunächst mit einem Schnuppertag. In zwei Runden probieren die Kinder aus, was im Circus alles möglich ist, bevor sie sich für zwei Circus-Genres entscheiden, die sie bis Freitag trainieren und mit denen sie in den Shows auftreten.

Ein warmes Mittagessen für die Artisten sorgt in der Mittagspause für neue Kraft und bietet einen ruhigen Pol in einem aktionsreichen Tagesablauf.

   

   

Von Dienstag bis Donnerstag wird nach einer gemeinsamen Eröffnungsrunde im Zelt in den Kleingruppen trainiert. Am Freitag dann werden das erste Lampenfieber besiegt und die Circusnummern noch einem letzten Feinschliff unterzogen, bevor der erste Tusch der Generalprobe ertönt.

Im Verlauf der Woche hat sich herausgestellt, dass – wenn auch nicht immer ohne Anstrengung – der CircusSommer ein ideales Projekt ist, um Integration zu gestalten. Alle –Teilnehmer, Mitarbeiter und Zuschauer – haben am Ende von dem Integrationsaspekt profitiert.

Die Circus-Sommer-Artisten gestalten ihre Circus-Show selbst: Ansage, Clowns, Zauberei, Akrobatik – die Anwesenheit von Erwachsenen in der Manege beschränkt sich auf die notwendige Hilfestellung, Diese geschieht getreu dem Motto: „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“. Dabei erweist es sich tatsächlich als nebensächlich, ob die Kinder und Jugendlichen sich mit oder ohne Behinderung in das Projekt einbringen. Im Vordergrund steht zunächst der individuelle Umgang mit den Herausforderungen der Circuswoche und dann die Entwicklung eines gemeinsamen Programms, in dass sich jeder mit seinen bereistvorhandenen und /oder noch zu erarbeitenden Fertigkeiten einbringt.   So ist nicht immer jede Pointe 100%ig treffsicher platziert, aber Artisten und Publikum erkennen, dass man „Kinder ernst nehmen“ ernst nehmen und das Ergebnis sich sehen lassen

Circus erleben macht altersübergreifend Spaß! Am Donnerstagabend gibt es noch Programm im und um das Circuszelt: Bei Leckereien vom Grill laden wir die Eltern der Artisten zu einem „Schnupper-Eltern-Abend“ ein. Die Resonanz ist enorm, fast alle Eltern sind gekommen, probieren sich auf der Kugel oder am Trapez, auf dem Drahtseil oder Nagelbrett und sind beeindruckt von der Leistung ihrer Kinder, da sich einiges doch als wesentlich schwieriger erweist, als es aussieht.

So begeistern dann am Samstag umso mehr die Artisten des Deutzer Circus-Sommers ihr Publikum mit zwei gelungenen Shows im vollbesetzten Circus-Zelt.