Hauptschule Hachenburger Straße
Ein stark wachsender Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder und Jugendliche erfordert zunehmend die Schaffung neuer Betreuungsformen.
Durch die berufliche Einbindung beider Elternteile und die stark zunehmende Zahl von Alleinerziehenden macht eine Betreuung der Kinder über den Zeitraum des täglichen Schulunterrichts hinaus unumgänglich.
Alle Schüler der Sekundarstufe 1 erhalten durch die Verpflichtung der Schulen zum Angebot einer pädagogischen Übermittagsbetreuung mit ergänzendem Ganztagsangebot die Möglichkeit zu einer verlässlichen Betreuung nach der täglichen Unterrichtszeit.
In Kooperation zwischen dem Schulverwaltungsamt als Schulträger, der Hauptschule Hachenburger Strasse in Köln-Gremberg und dem Zentrum für Bildung und Kultur e.V. als Träger wird seit Februar 2009 eine pädagogische Übermittagsbetreuung durchgeführt.
Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler und deren Erziehungsberechtigten aus diesem sozialschwachen Stadtteil zu decken wurde ein möglichst breites Angebotsspektrum erstellt, ohne auf Elternbeiträge zur Durchführung angewiesen zu sein.
Das Programm wurde abgestimmt auf die Betreuung der 10-14jährigen Schüler der Klassen 5-8, darüber hinaus Lernhilfe und Raum zu bieten für die Schüler der Klassen 9 und 10, die selbstverständlich auch an den ergänzenden Angeboten teilnehmen können.
Das Programm bietet Platz für bis zu 120 Schüler.
Das Projekt besteht aus drei Bausteinen, die durch ihre Verzahnung eine lückenlose und verlässliche Betreuung der Schüler an vier Tagen der Woche, Montag bis Donnerstag, gewährleistet.
13.25 - 14.10 Uhr - Mittagspause
Die Schüler haben die Möglichkeit ein warmes und ausgewogenes Mittagessen oder alternativ einen Imbiss in Form von belegten Brötchen, Joghurt, Obst und Getränken einzunehmen.
Das Mittagessen wird vom Integrationsbetrieb im Bürgerzentrum Deutz geliefert und für 2,50 Euro, ermäßigt ( Hartz IV) für 1,- Euro angeboten.
Parallel wird die Mittagspause auf dem Pausenhof und in der Sporthalle von den Mitarbeitern der ÜMB aktiv begleitet.
14.00 15.00 Uhr - Hausaufgabenbetreuung
Hier haben die Schüler die Möglichkeit Hausaufgaben zu erledigen oder sich auf anstehende Arbeiten vorzubereiten.
Es wird in vier räumlich getrennten Gruppen gearbeitet um ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. Fachkundige Hilfe steht den Schülern durch ÜMB-Personal zur Verfügung.
Für die Klassen 9-10 und alle Schüler, die mehr Lernzeit benötigen wurde eine Hausaufgaben- und Lerngruppe bis 16.00 eingerichtet, da nicht allen Schülern ausreichend Ruhe, Raum und Hilfe im Elternhaus zur Verfügung steht und so die
Vorbereitung zu Klassenarbeiten oder den Schulabschluss vereinfacht oder überhaupt erst ermöglicht wird.
15.00 16.00 Uhr - Ergänzende Ganztagsangebote
Das Angebot soll den Schülern über den Schulalltag hinaus Raum für interessante und sinnvolle Beschäftigung, Sport und Spiel bieten.
Die betreute Zeit unter gleichaltrigen und Freunden hilft hier den sozialen Umgang zu fördern und das Selbstwertgefühl zu stärken
Die Schule stellte der ÜMB exklusiv einen Klassenraum zur Verfügung, welcher nach den Bedürfnissen und Anforderungen der Schüler eingerichtet wurde und den Teilnehmern täglich zum relaxen, für Gesellschaftsspiele, zum kickern oder für Kunst-und Bastelangebote zur Verfügung steht.
Im Musikraum findet täglich ein Musikangebot statt, in denen Schüler von ersten Schritten auf verschiedenen Instrumenten bis zum Zusammenspiel in einer Schulband begleitet und betreut werden.
Tägliche Sport und Bewegungsspiele wie Fußball oder Circus wurden durch den Einkauf eines Trainers von Trainpool, der mit Schülern in der Sporthalle zum Thema Gewaltprävention arbeitet, sinnvoll erweitert.
Ein medienpädagogisches Angebot konnte mit dem ComputerProjekt Köln realisiert werden.
Als Träger der Übermittagsbetreuung verpflichtete das Zentrum für Bildung und Kultur e.V. den Jugendmigrationsdienst um Schülern mit Migrationshintergrund eine professionelle Deutschförderung zu bieten und ihnen so eine Integration in die große Gruppe der Schüler der Hauptschule Hachenburger Strasse und in den Alltag zu erleichtern.
Es ist ein großer Erfolg dieses Projektes, das trotz des vielfältigen und substantiellen Angebotes und den damit verbundenen hohen Personalkosten, die Maßnahmen ohne finanzielle Unterstützung der Eltern durchgeführt werden konnte. Die Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler nahmen diese reale familienentlastende Unterstützung gerne war, da sie nicht nur eine Bewahr- und Versorgungsmaßnahme war, sondern durch den engagierten Einsatz der pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen täglich wichtige strukturgebende und orientierunsgebende Impulse vermittelt wurden. |