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Das Bürgerzentrum Deutz ist bekannt als Institution, die sich mit großer Sorgfalt für die Vermittlung der neuen Kommunikationstechnologien einsetzt. Kinder ab 8 Jahren können den Umgang mit dem Computer, dem Internet und allen Anwendungsmöglichkeiten spielerisch erlernen. Jugendliche bringen ihre Kompetenzen mit ein, lernen Videoschnitt und Internetrecherche und werden als Beurteiler von Computerspielen für den „Spieleratgeber NRW“ eingesetzt, welcher im Auftrag des Landes NRW einen wichtigen Beitrag zur Erläuterung der medialen Spielwelten leistet. Erwachsene aktualisieren ihr mediales Wissen oder passen dieses den Erfordernissen ihres Arbeitsplatzes an. Die Seniorinnen und Senioren erarbeiten sich oftmals völlig neue Kommunikationsmöglichkeiten, erschließen sich neue Kontakte und gewinnen dadurch ein Stück zusätzliche Lebensqualität.

In kaum einem anderen Handlungsfeld ist die Halbwertzeit der Richtigkeit von Antworten so gering wie in der Vermittlung von Computerwissen. Immer neue Techniken, Datenträger, Software beinhalten einen ständigen Aktualisierungszwang nicht nur auf Seiten unsere jungen und älteren Kunden, die sich dieses Wissen aneignen möchten, sondern vor allem auf Seiten der Mitarbeiter, die diesen ständigen Wandel immer aktuell begleiten. Dieses kann nur in einer engen Vernetzung der medienpädagogisch Tätigen erreicht werden.

Weder in den Kinder- und Jugendkursen noch in den Angeboten für Erwachsene und Senioren findet jedoch der Tanz um das goldene Kalb statt. Es geht uns nicht darum, immer den neuesten Entwicklungen hinterher zu jagen, sondern darum, mit Augenmaß und Sachverstand eine kritische Medienerziehung zu gewährleisten, Möglichkeiten  und Gefahren eines Mediums zu erkennen und alle Generationen an neuen Kommunikationsformen teilhaben zu lassen.

Standen im Jahr 2009 in der medienpädagogischen Kinder- und Jugendarbeit inhaltlich die seit Jahren bewährten Konzepte zur Verdeutlichung aller Nutzungsmöglichkeiten des Computers im Vordergrund, so haben sich in den Erwachsenen- und Seniorenkursen die Schwerpunktinteressen deutlich verschoben. Neben der Arbeit an den Grundlagen der Computernutzung, Beherrschung des Betriebssystems, Textverarbeitung und der Produktion von kleinen Druckerzeugnissen war das wichtigste Thema der Kursangebote „Kommunikation im Internet“. Der Wunsch nach kontinuierlichen Kommunikationsprozessen ist wichtiger Motivator zum Besuch der Kursangebote. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit derartiger Angebote, die weit über den bildenden Aspekt hinausgeht. Die Kursstrukturen sind bereits soziale Netze, die gepflegt und ausgeweitet werden können.

Mediale Erziehung bedeutet nicht nur bei Kindern- und Jugendlichen verantwortliche Teilhabe an aktuellen Kommunikationsprozessen.

Diese werden selbstverständlich im Kinder- und Jugendbereich methodisch anders vermittelt als im Erwachsenen- und Seniorenbereich. Für alle Bereiche jedoch gilt, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen stets im Mittelpunkt des Geschehens stehen und nicht etwa die Erfüllungsgehilfen einer Konzeptidee darstellen.

Nur so kann es gelingen, mehr als mediale Wissensvermittlung zu erzielen.

Ideal wäre es, wenn es uns 2010 verstärkt gelänge, die bereits angesprochen kleinen sozialen Netze der bestehende Angebote zu nutzen, das Interesse für den Stadtteil, andere Projekte und Initiativen zu wecken und so Beteiligungsprozesse zu intensivieren und auszubauen.